Warum dieses Jahr grossartig wird für den Aufbau von Zukunftsorganisationen - unsere Kommentare zu Trends 2018

von Lora Sommer | Jan 29, 2018
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Was 2018 in der Welt der Organisationsentwicklung relevant sein wird, verraten euch unsere Experten. Sie haben sich durchs Web gelesen und die besten Findings mit ihrer Expertise ergänzt! 

 

77750-200Auf Technologie zu setzen ist wichtig. Aber ohne eine Unternehmenskultur, die Mitarbeiter in Veränderungsprozesse einbindet, klappt die Digitalisierung trotzdem nicht.

 

Das sagt Organisationsentwicklerin Sonja dazu: 

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Auch für 2018 sehr relevant. Wenn sich ein Unternehmen verändern will, muss es den eigenen Kulturwandel berücksichtigen beziehungsweise in den Vordergrund rücken. Die Strategie zur Digitalisierung oder Kulturveränderung in der Organisation erfolgt am besten Top-Down durch den Geschäftsführer, damit auch alle MitarbeiterInnen nachhaltig spüren, dass Veränderung gewünscht und erforderlich ist. Der Mensch im Mittelpunkt, so gelingt der Change und die Einführung einer so wichtigen Vertrauenskultur.

 

77750-200The biggest piece of advice we can pull from all this data is to be aware of the limited time you have each day for meaningful work, and spend it wisely. Our days are filled with distractions, and it’s up to us to protect what time we have."

 

Und das sagt Millennial Moritz dazu:

Moritz Merz

Was braucht es, damit ich produktiv bin, und wann bin ich am produktivsten? Schweden führt bereits Studien mit 6 Stunden-Arbeitstagen durch und auch persönlich bin ich davon überzeugt, dass 8.5 Stunden Arbeit zu einer vorgeschriebenen Zeit überhaupt keinen Sinn macht. Um den Ablenkungen auszuweichen, die einem selbst am meisten Produktivität rauben, hilft es, wenn unproduktive Time-Slots für andere Aufgaben genutzt werden können. So hilft mir die Freiheit, die unproduktiven Zeit von 12:00-13:30 mit Sport zu verbringen und Arbeiten, die hohe Konzentration erfordern in meinen produktiven Morgenstunden zu erledigen. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass Purpose / Zweck der wichtigste Faktor ist für bewusstes / produktives Arbeiten. Schafft man es, sinnhafte Aufgaben zu formulieren und diese im Team so aufzuteilen, dass Wünsche und Fähigkeiten optimal matchen, dann wird auch die Ablenkung auf ein Minimum reduziert. Ich wechsle Websites seltener, bin konzentrierter und checke meine Mails weniger oft, wenn mir eine Aufgabe richtig entspricht und Spass macht. Seit ich Anfang September bei the Relevent gestartet habe, beschäftige ich mich unter anderem mit dem Thema Millennial Assessment, in dessen Rahmen ich mich mit Arbeitspräferenzen und der Denkweise der Generation Y auseinandersetze. Die daraus resultierende Expertise, wie man Millennial Talente gewinnt, weiterentwickelt und hält lasse ich in Kundenprojekte einfliessen. Ich will damit erreichen, dass sich Millennials den Aufgaben gegenüber sehen, die sie mit Passion erledigen und bei denen ihre Produktivität am grössten ist.

 

77750-200Why shouldn’t we trust people?"

 

Und das sagt Organisationsentwickler Patrik dazu:

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Viel wird zur Zeit über Agilität und Selbstorganisation in Unternehmen gesprochen. Jos de Bloks (bekannt auch aus Laloux’s Reinventing Organisations) Statement trifft den Nagel auf den Kopf. Agilität entspringt aus uns selber und der Fähigkeit, Menschen zu vertrauen und andere Sichtweisen zu akzeptieren. Und das sind gute Neuigkeiten: Wir brauchen nicht primär neue Tools und Technologien für die Reise hin zu Organisationsformen der Zukunft. Im Zentrum stehen wir als Menschen, die in Klarheit und Empathie handeln. Und wenn das der Fall ist, dann werden noch viel mehr Organisationen wie Buurtzorg entstehen.
Jos de Blok und Buurtzorg sind ein wunderbares Beispiel, welche Wichtigkeit Vertrauen, Offenheit und Selbstführung für die Entwicklung von Agilität haben. Und die Beachtung dieser einfachen Tatsache wird auch 2018 ein wichtiger Schlüssel für den Erfolg von Transformationsprozessen sein.

 

77750-200Jetzt haut mal ab! Remote working wird steigen."

 

Und das sagt Florian, Experte für Future Organisations, dazu: 

Florian Wieser

Remote working wird zu inflationär genutzt. Manager meinen, agil und die coole Organisation 4.0 zu sein, wenn sie remote working zulassen. Die anachronistisch veranlagten Manager wiederum verbieten das remote working, worauf der Aufschrei der Belegschaft und deren Umfeld nicht auf sich warten lässt. Die Frage ist: Wofür remote working? Remote working sollte in einem gesamten mindset über Arbeit seinen Platz finden und nicht als “Cool Manager” Badge eingesetzt werden. Erstens sind nicht alle Mitarbeiter*innen für remote working gemacht und zweitens sollte die Frage nach dem Sinn gestellt sein. Ob Coworking Spaces, zu Hause oder sonst irgendwo spielt dann keine grosse Rolle mehr. Die Hoffnung nach dem grossen Austausch in Coworking Spaces ist überbewertet – soviel passiert da nun auf em Gang zum WC an Innovation auch nicht. Man ist da eher "gemeinsam alleine". Dieser Artikel zeigt allerdings auf, was man durchaus als Vorteil erachten kann. Eine Argumentationsstütze für jede*n, der/die ready ist, remote Working in ein Gesamtbild von zukunftsfähiger Organisation zu verorten.

 

77750-200Eine moderne Strategie folgt der Idee, die Welt zu verändern. Jede Organisation, egal ob groß oder klein, muss sich die Frage stellen, wie sie in den kommenden Jahren ihre Umwelt umgestalten will."

 

Und das sagt Strategieexperte Raphael dazu:1-5

Eine Strategie zu entwickeln ist ein kreativer Prozess. Noch immer sprechen viele Unternehmen von strategischer Planung. Aber das ist ein Widerspruch in sich. Sobald aus einer Strategie ein "Plan" wird, ist Schluss mit der Kreativität. Denn es handelt sich meistens um einen linearen Prozess unter der Annahme, dass sich die Strategie nicht ändern wird. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Wie strategische Planung heute und in Zukunft funktioniert, haben wir vor Kurzem in diesem Blogartikel beschrieben. Dies ist aber nur der Anfang. Danach stellt sich die Frage, wie sich neue Geschäftsmodelle skalieren lassen. Wenn ich Ressourcen neu zuteile, ein Teil weg von der Umsetzung bestehender Strategien hin zu neuen Modellen, dann regt sich ganz natürlich Widerstand. Geschäftsführer erliegen deswegen immer wieder der Versuchung, zu viel in die Vergangenheit und zu wenig in die Zukunft zu investieren.

 

77750-200Success isn’t just having lots of money. Many people with lots of money have horribly unhappy and radically imbalanced lives."

 

Und das sagt Unternehmer Florian dazu: 

Florian Wieser

Man muss kein Wissenschafter sein, um zu merken, dass uns einiges aus dem letzten Jahrhundert nicht mehr gut tut. Bei aller Kritik an den “faulen Menschen”, die nur konsumieren wollen, gibt es doch einige, die Neues für unsere Zukunft vorgesehen haben. Daher haben auch Seminare wie “Search Inside Yourself” von Google – ja Google, nicht die Eso-Tante ums Eck. Mindfulness in Leadership läuft, Theory U wird bekannter und und und...Ob man nun meditieren kann, will oder soll...es geht um das Arbeiten am Bewusstsein. Wo steh ich, wer bin ich und warum bin ich hier? Was will das Gegenüber und was hat mein Handeln für Folgen fürs Ganze? Diese Ur-Fragen gilt es zu nähren. In Zeiten einer VUCA-Welt (volatility, uncertainty, complexity, ambiguity) und kommend aus dem Effizienzwahn der Industriegesellschaft wird das Nähren der Sinnhaftigkeit und das Bewusstwerden des inneren Antriebs überlebensnotwendig. Geld ist darin einfach ein Faktor von vielen.

 

Noch nicht genug? Hier gibts weitere Lesetipps von unseren Future Organisation Experten aus dem Bereich Entwicklung und Aufbau von Zukunftsorganisationen:

 

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