Fünf wichtige Fragen zur DSGVO

von Virginia Beljean | May 18, 2018

Was heisst DSGVO eigentlich genau?

Die Datenschutz-Grundverordnung ist eine neue EU-Verordnung, die am 25. Mai 2018 in Kraft treten wird. Sie löst die im Jahr 1995 erstellten Datenschutzrichtlinien der Europäischen Union ab, auf denen die DSGVO auch weiterhin basiert. Mit der DSGVO sollen die persönlichen Daten der Bürger und Bürgerinnen besser geschützt werden und die Unternehmen an strengere Auflagen bezüglich der Verarbeitung und Erfassung von Daten gebunden werden. Zudem werden die Rechte von betroffenen Personen gestärkt und strengere Sanktionen für Rechtsverletzungen seitens Unternehmen vorgesehen.

Wird ein Double-Opt-in zwingend vorgeschrieben?

Was ist überhaupt ein „Double-Opt-in“?
Dies bezeichnet einen zweistufigen Mechanismus, bei dem eine Person ihre E-Mail-Adresse nach einer erstmaligen Registrierung bestätigen muss.

In der DSGVO gibt es keine Hinweise darauf, ob diese Art der Einwilligung zwingend erforderlich wird. Im Erwägungsgrund 32 der DSGVO wird zwar sehr genau erklärt, was Einwilligung im Rahmen der Verordnung bedeutet, jedoch wird keine ausdrückliche Verpflichtung zur Einholung von Einwilligungen mittels Double-Opt-in vorgeschrieben. Erwägungsgrund 32 der DSGVO findest du hier.  

Aus heutiger Sicht gibt es keine Leitlinie, die diesen Mechanismus im Rahmen der DSGVO als zwingend vorsieht. Trotzdem würden wir unseren Kunden empfehlen, in Zukunft einen Double-Opt-in zu machen.

Wie sah das Datenschutzgesetz vor dem DSGVO aus?

Obwohl die EU-Datenschutzrichtlinie durch die DSGVO ersetzt wird, beinhaltet sie Datenschutzgrundsätze, auf denen DSGVO aufbaut. Diese Grundsätze regeln den Umgang mit personenbezogenen Daten seitens Unternehmen. Wir haben sie unten für dich aufgelistet:

  1. Personenbezogene Daten müssen rechtmässig erfasst und verarbeitet werden
  2. Personenbezogene Daten dürfen nur für festgelegte und rechtmässig Zwecke aufbewahrt werden
  3. Personenbezogene Daten dürfen nur für Zwecke verarbeitet werden, für die sie ursprünglich bereitgestellt wurden
  4. Personenbezogene Daten müssen in einem sicheren Umfeld aufbewahrt werden
  5. Personenbezogene Daten müssen auf dem aktuellsten Stand sein
  6. Personenbezogene Daten müssen in angemessenem, relevantem Umfang erfasst werden
  7. Personenbezogene Daten dürfen nicht länger als für den angegebenen Zweck aufbewahrt werden
  8. Auf Anfrage einer betroffenen Person muss eine Kopie ihrer Daten bereitgestellt werden

Es ist Aufgabe der einzelnen Staaten, nationale Gesetze zur Erreichung dieser Ziele zu erlassen. Wie das Gesetz in der Schweiz gestaltet wird, ist noch weitgehend offen. Es ist allerdings davon auszugehen, dass es sich stark an der DSGVO orientiert.

Die vollständige Fassung der DSGVO findest du hier. Hubspot hat ein wunderbares Glossar mit allen wichtigen Rechtsbegriffen erstellt, das du hier findest.

 

Wie wirkt sich die DSGVO auf die Rechte von Einzelpersonen aus?

Einzelpersonen hatten bereits im Rahmen der EU-Datenschutzrichtlinie eine Vielzahl von Rechten, die den Schutz ihrer personenbezogenen Daten gewährleisteten. Neu sind folgende Punkte:

  • Detailinformationen über die Verarbeitung deiner Daten von Organisationen oder Unternehmen kannst du jederzeit und kostenlos anfordern.
  • Die Berichtigung oder die Löschung falscher oder unvollständiger Daten kannst du ebenfalls jederzeit und kostenlos beantragen
  • Du darfst die Verarbeitung deiner Daten seitens einer Unternehmung ablehnen
  • Du kannst Daten von einer Organisation anfordern und die Übertragung der Daten an eine andere Organisation beantragen (Datenübertragbarkeit)

 

Wo kann ich weiterführende Informationen finden?

Hier haben wir weitere spannende Infos gefunden:

  • Ressourcen zum Datenschutz von HubSpot hier
  • Der europäische Datenschutzbeauftragte hier
  • Vollständige Fassung der DSGVO hier
  • Website der EU zur DSGVO hier
  • https://www.hubspot.com/data-privacy/gdpr-checklist

Für uns war die Webseite von Hubspot ein super Informationslieferant – von Webinar über Handbuch und Interviews sind echt viele Sachen dabei – wenn auch die wenigsten für die Schweiz relevant sind.

 

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