Growth Hacking Forum London - 4 Growth-Tipps, die dein Unternehmen verändern werden

von Elias Önder | Apr 26, 2018
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“Growth ist kein ‘Hack’ – es ist eine Strategie. Die Strategie mit unerbittlicher Obsession seine Kundenbeziehung zu verbessern.” - Judy Boniface. Das Growth Hacking World Forum stellt Ideen wie diese in den Mittelpunkt. Der Event, der dieses Jahr in London stattfand, fuhr mit grossen Geschützen wie Speaker von Google, Uber und Co. auf, die Ihre Erkenntnisse teilten. Sie sprachen über ihre Erfahrungen, die sich über die unterschiedlichsten Branchen, Disziplinen und Medien ausbreiten. Wir haben für euch die Hauptstadt Grossbritanniens aufgesucht und dabei unser Growth-Knowledge vor Ort geschärft. Hier unsere Key-Learnings:

 

Verstehe deine besten Kunden!

“...denn diese sind der Schlüssel zum Erfolg,” meint Judy Boniface von Mailjet. Versteht man die Beweggründe der Heavy-User, kann man diese Learnings auf das Gesamtkonzept anwenden und entsprechend anpassen. Nur wenn man wirklich verstanden hat, was diese Leute motiviert, bewegt und aus dem Bett bringt, kann man seinen Erfolg auch skalieren. Ihrer Meinung nach spielt im selben Atemzug auch der Fokus auf die User Experience eine wichtige Rolle. Denn nur mit glücklichen Anwendern gewinnt man an “Momentum”, das dem ganzen Unternehmen zugute kommt.

Mehr zur guten Beziehung findest du hier.

 

Wähle das richtige Framework!

Ganz wichtig: “Growth Hacking ist nicht nur Sache des Marketing-Teams”, meint Oli Mellin von Smarkets. Jeder im Unternehmen muss beim Ideenfindungsprozess eingebunden werden. Ist dann das gesamte Team involviert, wird es Zeit für den nächsten Step: Das richtige Framework muss her!

Bei Smarkets wurde das PIES Framework gewählt. Das Akronym steht für Erfolgschancen (Probability of Success), Messbarkeit (Impact on metrics), Leichtigkeit der Umsetzung, inkl. Kosten (Ease of Execution) und Skalierbarkeit (Scalability). Wie Peter Lustig schon wusste: “Klingt komisch, ist es aber nicht.” PIES bedeutet übersetzt, es wird zuerst geprüft, wie wahrscheinlich ist es, dass die vom Team gewählte Massnahme erfolgreich ist. Ist sie messbar? Wie einfach (und günstig) ist sie umzusetzen? Und ist die Massnahme auch skalierbar?

Wie man auf die richtigen Massnahmen und somit auch Tests kommt? Auch das ist keine Magie, meint Oli Mellin, man solle einfach mit dem Kunden sprechen. Meist stösst man nämlich im Diskurs auf Hürden, die einen guten Ansatz zum testen bringen. Von dort streut man Fragen in unterschiedlichste Richtungen und legt sich dann gemeinsam auf potenzielle Verbesserungsmöglichkeiten fest, die getestet werden können.

Bei The Relevent Collective arbeiten wir vor allem mit dem hauseigenen Racoon Framework von Florian Wieser und einer adaptierten Version des AARRR Frameworks von Dave McClure.

Bist du auf der Suche nach einem Framework für dein Unternehmen? Wende dich jetzt an uns und wir beraten dich gerne!

 

Behandle deine (potenzielle) Kundschaft menschlich!

Ironischerweise stammt diese Erkenntnis von einer Maschine. Denn Google hat, wie könnte es anders sein, mit einem sehr coolen Thema aufgetrumpft: Machine Learning. Dabei haben Eleonora Kourtzi und Olivia Calafat festgestellt, dass es bei einer Ad keine Rolle spielt, welche Farbe der CTA-Button hat und wo die Headlines zu finden sind, wichtig ist vor allem der Inhalt der Headline. Sie entscheidet laut den Ergebnissen der Algorithmen über Erfolg und Misserfolg einer Kampagne. Ganz besonders wichtig ist, dass die potenziellen Kunden menschlich behandelt werden. Der Faktor “Gratification” übernimmt dabei Hauptrollen. Das menschliche muss sich in unserer Wortwahl und Tonalität widerspiegeln. Denn die Algorithmen haben herausgefunden, dass bei den von ihnen selbst erstellten Headlines (!) Selling-Inhalte im direkten Vergleich wenig gut ankommen. Nach diesem Tesing-Prozess konnten die Damen für Ihre eigene Adwords Kampagne Steigerungen von bis 200% verbuchen. Und das wohlgemerkt bei einer Firma wie Google mit einem entsprechend hohen Ausgangswert! Wir sind allerdings der Meinung, dass der Test ungenau war – vielleicht waren die Ads so erfolgreich, weil sie eben total aussergewöhnlich und random waren.

Der Tipp von Frau Calafat weiter: NLP (Natural Language Processing) und Sentiment Analysis sind die wichtigsten Faktoren zur Zeit. Hier ein weiterführender Artikel dazu.

 

Pass’ dich ständig an!

Das Schlechteste, was man aus der Sicht von Tamar Riley von Refinery29 tun kann, ist stehen zu bleiben. Ihre Webseite wandert nicht ohne Grund im Alexa-Ranking zielsicher Richtung Top 1.000 der Welt und Ihr YouTube Channel zählt mittlerweile beinahe 1 Million Subscriber. Grund dafür ist nicht nur das gesamte Growth Hacking Arsenal, dass sie anwenden, sondern auch, dass ihre Webpräsenz, Content, Art zu kommunizieren jeden Tag hinterfragt wird. Nur so können Sie der Konkurrenz immer einen Schritt voraus sein.

Wichtig ist es, die Vorlieben seiner Leserschaft zu kennen: Es ist sehr leicht zu erkennen, welches Thema bei den Usern individuell gut ankommt. Das haben Algorithmen bereits sehr gut drauf. Wir alle kennen das von YouTube, Spotify und so weiter, wenn Playlists, Newsfeeds, Startseiten immer wieder dasselbe oder Ähnliches vorschlagen, was wir bereits konsumiert haben. Das ist langweilig. Schwerer ist es aber zu erkennen, wo die Trends hingehen. Deswegen gibt Refinery29 grosse Summen für Trendforschung aus. Eine Kernfrage dabei ist: Wie viel Veränderung ist ok? Wie viel neue Themen sind zu viel?

 

Du interessierst dich auch für alternative Wege zum Kunden? Melde dich bei uns, wir freuen uns auf deine Sonderaufgabe!

 
 

 
 

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