Growth Hacking Part 3 - Der Start-Up Guide

von Elias Önder | Feb 20, 2018
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Eine häufige Frage, die uns immer wieder gestellt wird, ist “Kann ich Growth Hacking für mein Start-up oder kleines Business verwenden?”. Klar kann man, denn ursprünglich kommt es sogar aus dieser Ecke.

 Growth Hacking wurde erfunden, um sich gegen die grossen Budgets durchzusetzen, in dem man kreativer, gewiefter und effizienter als die Konkurrenz arbeitet. Eine “David gegen Goliath”-Situation sozusagen. Warum sollte der Grosse aber auf diese Wahnsinnstechniken freiwillig verzichten?

 

Deswegen: Unabhängig davon, ob du CEO eines Grossunternehmens bist, oder gerade mit dem Gedanken spielen ein Start-up zu gründen: Diese Liste an Tools, die a) günstig oder kostenlos sind und b) von denen wir bereits wissen, dass sie funktionieren, hält für jeden etwas mit bereit. Ein Blick in unsere Karten.

 

 

1. Der Automatisierungs-Hack

 

“I choose a lazy person to do a hard job. Because a lazy person will find an easy way to do it.” -Bill Gates.

In jedem Business gibt es Tasks, die sich immer und immer wiederholen. Hier haben wir die Lösung diese täglichen Aufgaben zu leichtern, in dem wir sie - ganz im Sinne von Bill Gates - automatisieren. Denn die gewonnene Zeit ist unser Growth Hack Nr. 1: Prozesse mit IFTTT automatisieren. Wir verwenden normalerweise den grösseren Bruder Zapier, der auch komplexere Tasks für Grossunternehmen löst, aber für ein Start-up sind das hier die besten Lösungen:

 

 Growth Hacking Case Study A

Ich persönlich (Elias), habe IFTTT mit einem Onlinemarktplatz verbunden, den es mittlerweile nicht mehr gibt. Jedes Mal, wenn es eine Anzeige gab, die nach “Social Media Freelancer” gesucht hat, habe ich eine automatisch erzeugte E-Mail via IFTTT bekommen. So wurde so manch eine Anzeige zu einem kostenlosen Lead. Pures Gold. Überleg dir, was du gerne für einen Prozess automatisiert hättest, der wahnsinnig zeitaufwendig ist. Hier findest du ein paar Gedankenanstösse:

 

 

 

 https://ifttt.com/collections/small_business

 

 

 Growth Hacking Case Study B

Verbinde deine Kommunikation. Wir haben bei TheRelevent im Auftrag eines Marktforschungsunternehmens einen Onlinefragebogen erstellt. Jedes Mal, wenn dieser ausgefüllt wurde, erhielt man automatisch eine Nachricht im Slack (Chatprogramm). So wurden alle Ergebnisse schön sortiert dargestellt und man war immer auf dem Laufenden. Alternative ginge das natürlich auch über E-Mail, etc. Du siehst: Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

 

 

2. Der Roboter-Hack

 

Das klingt mehr nach Skynet von Terminator als es eigentlich ist. Als Start-Up ist es essenziell, auf Instagram, Twitter, etc. mit relevanten Personen in Kontakt zu treten und bleiben. Und genau dieser Prozess kann auch von Bots gelöst werden. Natürlich ist es, gerade für Grosskonzerne, immer mit Vorsicht anzugehen, die Kommunikation aus der Hand zu geben. Für kleine Unternehmen mit kleinen Budgets oder selbstständigen Entrepreneuren ist dies aber sich die perfekte Lösung.

 

 Growth Hacking Case Study 

Frederic, seines Zeichens ebenfalls Growth Hacker bei TheRelevent, wollte testenn, wie leicht es ist, einen Instagram-Account berühmt zu machen. Als Testobjekt nahm er seinen eigenen Instagram-Account heran. Mit IFTTT hat er copyrightfreie Bilder unterschiedlicher Websites gescrapet, um sie dann auf seinem Instagram-Account zu posten. Dieser wiederum wurde mit dem Bot verknüpft, der mit anderen Instagram-Accounts interagiert hat. Die Folge: 5k+ Fans in nur 4 Wochen. Kostenpunkt: 10 Dollar pro Monat.

 

 

3. Der Timing-Hack

 

Zugegeben, hier handelt es sich mehr um gesunden Menschenverstand als um einen echten Hack. Aber immerhin geht es ja um kostengünstiges Wachstum. Und da spielt die Uhrzeit natürlich eine wichtige Rolle. Die sozialen Medien haben Ihre Prime Time zwischen 17:00 und 21:00 Uhr. Postet man zu dieser Zeit, oder knapp davor, bekommt man die günstigste, organische Interaktion. Eine Case-Study ist hier kaum angebracht, weil wir das für die meisten unserer Kunden machen: Wir schauen exakt, wann, welche Art von Posts wie gut funktionieren und passen das Timing der zukünftigen Posts entsprechend an.

 

 

4. Der Lead-Incentive Hack

 

Wer kostenschonende Leads will und über ein Mediabudget verfügt, sollte einen Blick auf die Facebook Lead-Ads werfen. Denn hier können günstige Leads generiert werden, wenn das Incentive stimmt. Am besten man kreiert daraus im Anschluss einen Viral Loop.

 

Was das heisst? Die Person scheint heiss auf dein Thema zu sein. Denn sie hat sich immerhin dazu entschieden, dein Leadformular auf Facebook auszufüllen. Jetzt stehst du mit dieser Person in Kontakt. Nutze das! Bevor das Ganze abkühlt: Schlage der Person in einem Follow-up E-Mail vor, ihre Freunde einzuladen, die auch an deinem Produkt interessiert sein könnten und von dem zeitlich begrenzten Angebot profitieren wollen. So sparst du dir grosses Mediabudget für kostenlose Follow-up Leads.

 

 

5. Der “End of the Funnel”-Hack

 

In der Onlinewelt wurde alles messbar. Cost per Click, Cost per Mille, Click Through Rate, etc. sind Begriffe, die jeder Social Media-Manager aus dem Effeff kennt. Und obwohl das nach wie vor wichtige Metriken sind, spielen sie letztendlich eine zweitrangige Rolle. Günstige Click-Through-Rates können mit Split-Testing garantiert werden. Aber was wirklich eine Rolle spielt, ist das Ende des Funnels. Wer bleibt am Ende des Tages wirklich übrig, nachdem die Bouncerates mit einberechnet sind? Es muss also einen Fokus-Shift geben. Weg von der günstigen Click-Through-Rate hin zu “Wer konvertiert eigentlich wirklich?”. Achte also auch darauf, wer nachdem die Werbeplattform (z.B. Facebook) verlassen wurde, abspringt und wer bleibt. Vereinfache diese Prozesse. Stichwort “Conversion Rate Optimization”.

 

 

6. Der Mindset-Hack

 

Vielleicht der offensichtlichste, aber genauso wichtigste Hack. Growth Hacking ist ein Mindset. Anstatt Google, Facebook und Co. einfach blind jeden Cent oder Rappen zu überlassen, überlege dir zuerst: Gibt es eine Möglichkeit, mehr aus diesem Step zu holen?

 

Falls du dir nicht sicher bist: Wir unterstützen dich gerne bei jedem Step und tauschen uns mit dir aus . Gemeinsam zu neuen Ufern!

 

 

 

 
 

 
 

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