Offizielle LEGO® Serious Play® Facilitators

von Virginia Beljean | Apr 16, 2018
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Wir haben bei The Relevent Collective Florian als Facilitator und Moderator, der, wie im vorherigen Artikel kurz erwähnt, bei einer der besten Trainerinnen und massgeblichen Mitprägerinnen von LEGO® Serious Play® gelernt hat: Katrin Elster von Strategic Play.

 

Wir haben Flo einige Fragen zu LEGO® Serious Play® gestellt:

 

Wie hast du von LSP erfahren?

Nicole Vontobel-Schnell war bei einem LEGO Serious Play Workshop in der Lenzerheide dabei und hat mir davon erzählt. Ich hab natürlich männlichst sofort das Starter-Kit bestellt und gedacht ich lern das nun mal kurz – no chance. Es hat dann nochmals ein Jahr gedauert, bis ich mich für die Facilitator Ausbildung angemeldet habe.

 

 Wie ist die Ausbildung abgelaufen?

Total ging die Ausbildung in Hamburg drei Tage.

  • Am ersten Tag spielt man selber den Teambuilding Prozess durch und erhält Hintergründe, Einblicke und Techniken vermittelt. Was man später an andere weitergibt, gilt es vorab selbst zu erleben.
  • Am zweiten Tag widmet man sich dem Prozess der Visionsentwicklung und am Abend bereitet man finalen dritten Tag vor. In Zweiergruppen gestaltet man einem der 6 Prozess Punkten des dritten Tages.
  • Am dritten Tag führen die verschiedenen Kleingruppen durch Warm Up, Identity Building etc. und sammeln ihre ersten Erfahrungen als Facilitators.

 Dann ist man auch schon fertig. Das Anspruchsvolle ist, dass man spielt und voll im Prozess drin ist, aber gleichzeitig reflektiert und sich vorzustellen versucht, wie man selbst in der Rolle des Facilitators fungieren wird. Für mich war es eine grossartige Erfahrung. Nach dem Workshop fängt die Arbeit erst richtig an, so ging es bei mir direkt an das Trainieren. Ich organisierte Kennenlern-Abende und sorgte dafür, dass all die Erfahrungen frisch blieben. Als ich die ersten Aufträge annahm, war ich also entsprechend warm gelaufen.

 

  Welcher Aspekt hat dich am meisten interessiert?

Tut er heute noch: “See the unseen”. Es ist wunderbar bei Menschen zu beobachten, wie sie auf Dinge kommen, die Ihnen so noch nie bewusst waren. Baut man das perfekte Team oder die Zukunft. merkt man bei späterer Betrachtung, wie viele Details unterbewusst mit einfliessen. Man kann seine Ideen und Gefühle so optimal darstellen und kommunizieren, weil man ein physisches Modell vor sich hat. Die Kommunikation gelingt so über Hierarchiestufen, Abteilungen und Teams hinweg. Komplexe Sachverhalte können einfach argumentiert werden. Das schafft Geschwindigkeit und Effizienz in bei der Entwicklung von Teams und Visionen.

 

 Wie tauschst du dich seither mit der LSP Community aus?

Die LSP Community ist komisch organisiert. Trainer verfallen dem Konkurrenzdenken und verpassen es deshalb, die Synergien eines kollaborativen Netzwerkes zu nutzen. Daher habe ich ein eigenes Netzwerk von Facilitators, die in der DACH Region aktiv sind, auf einer Website zusammengefasst. Wir tauschen untereinander nicht nur Workshop Fotos, Präsentationen in einem Slack-Channel aus, wir treffen uns auch physisch 2-3 Mal pro Jahr. An den Treffen widmen wir uns innovativen Formaten, neuen Angeboten und lernen enorm voneinander.

 

 Wie hast du deine Kenntnisse bisher angewendet und mit wem hast du gespielt?

Ich konnte schon viel Workshops abhalten, wofür ich sehr dankbar bin. Nicht nur wegen dem Training, sondern auch weil die Resultate so berührend sind. Die Resultate der Workshops ermöglichen es den Teilnehmern Next Steps bei ihrer Problemlösung zu finden. Im Gegensatz zum klassischen Brainstorming erhält man mit LSP greifbare Visionen. Ich habe schon mit folgenden Menschen Workshops durchgeführt:

  • Manager*innen,
  • Metzger
  • Banker*innen
  • Touristiker*innen
  • Müttern
  • Betreuer*innen
  • Beeinträchtigten Menschen
  • Marktforscher*innen
  • Medienschaffenden
  • Menschen der Generation Y

 Die Themen reichen von Nachfolge, attraktiver Arbeitgeber, Stakeholder Management, Zukunft des Destination Management Offices, persönliche Standortbestimmung bis hin zur Zukunft der Arbeit.

 

 Wie nutzt du LSP privat?

Als experimentierfreudiger Mensch musste ich die vielseitige Anwendbarkeit natürlich auch privat testen. Ganz zur Freude meiner Kinder (8 und 4) und meiner Frau. Gemeinsam bauten wir erst unsere Familie und in einem nächsten Schritt baute jeder einzelne seine Wunschferien. Man kann Kinder so auf eine spielerische Art und Weise in einen Entscheidungsprozess einbeziehen und Ihnen gleichzeitig ein aufregendes Unterhaltungsprogramm bieten.

 

 Was ist die berührendste Story, die du erlebt hast?

Ich war sehr berührt vom Metzger, der seine Wunschvorstellung der Nachfolgelösung gebaut hat, was für ihn ein sehr emotionales Thema darstellt. LSP hat die Art und Weise verändert, wie er auf potentielle Nachfolger zugeht. Er entdeckte neue Argumente für die Schönheit seines Berufs. Dinge, die er voller Enthusiasmus kommunizieren kann. Vom “Hilfeschrei” entwickelte sich seine Message so zu “Hier ist eine Chance für euch – packt sie.” Er hat erkannt, dass er Menschen motivieren und ihnen eine Perspektive bieten kann.

 Was mich auch immer wieder berührt sind Standortbestimmungen. Vor allem bei Müttern habe ich hier emotionale Momente bezeugt. Einige Frauen, die von Selbstzweifeln angeknabbert den Raum betraten, liefen geradezu heroisch aus dem Raum raus. Die starken Bilder, die entstehen, sorgen für wiedergewonnene Kraft und können als Referenzpunkte genutzt werden, wenn der Altag wieder zubeisst. Man stösst auf Schicksalsschläge, um die eine Zukunft gebaut wird. Beeindruckend!

 

 

 

 Lego Session im Atelier für Sonderaufgaben

 

Während sich LEGO® Serious Play® für eingängige Auslegeordnungen eignet, helfen weitere Methoden von The Relevent bei der Umsetzung und Implementierung.

 Zum Beispiel:

  • Value Proposition Canvas
  • Kampagnen Matrix
  • Abteilungsspiel
  • Diverse Brainstorming Techniken

 

 Wenn du mehr über LEGO® Serious Play® oder unsere anderen Methoden wissen willst, dann meld dich ungeniert bei uns!

 
 

 
 

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