Scrum – Agiles Projektmanagement

von The Relevent | Aug 11, 2016

Lerne Scrum kennen und erfahre, woher die Methode stammt, was sie gegenüber klassischen Projektmanagement auszeichnet und auf welchen Grundideen sie basiert. Unser Growth-Hacker Frederic ist sogar für diese nach Vietnam gereist – mehr dazu liest du in seinem Reise-Bericht.

Woher kommt Scrum?
Einige Programmierer verabschiedete dieses Manifest vor 15 Jahren. Sie waren frustriert darüber, wie Projekte abgewickelt werden – ob es dabei nun um Software geht oder nicht. Das typische Szenario: Auf x Seiten beschreibt ein Auftraggeber, was er braucht. Pflichtenhefte werden geschrieben,  Verträge werden gemacht, ein Zeitrahmen abgesteckt. Erst dann beginnt die Hauptarbeit: Programmierer entwickeln eine Software oder Ingenieure eine neue Haushaltsmaschine. Sie arbeiten pflichtbewusst alle festgelegten Wünsche und Funktionen ab und präsentieren nach Monaten oder (im schlimmsten Fall) Jahren das Ergebnis. Manchmal wird gefeiert, manchmal aber auch getrauert: Dann nämlich, wenn der Auftraggeber auf einmal sagt, er habe sich das alles „ganz anders vorgestellt“. Genau da soll Scrum ansetzen.

 

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Was heisst Scrum?

Gemäss der Scrum Allianz ist Scrum ein agiles System für komplexe Systeme. Ursprünglich wurde Sxrum für Software-Entwicklungsprojekte eingesetzt, aber es eignet sich für alle komplexen und innovativen Arten von Projekten. Die Möglichkeiten sind endlos.

Für uns reicht das immer noch nicht, um Scrum zu beschreiben.  “Scrum ist der Begriff für eine bestimmte Vorgehensweise im Projektmanagement bei Entwicklungsprojekten.” das kann alles heissen! Hier ein Versuch, Scrum klarer zu definieren: Scrum ist ein einfacher und reproduzierbarer Weg Arbeit zu managen. Es kann sowohl für Projekte wie auch für aktuelle Aktivitäten benutzt werden. Ursprünglich wurde es für die Software-Entwicklung designed, obwohl es nicht spezifisch darauf ausgelegt wurde. Deshalb eignet sich die Methode für alle Arten von Arbeit.  Der Begriff heisst auf deutsch “Gedränge” und stammt aus dem Rugby, wo Scrum einen dichten Haufen von Spielern beschreibt, die sich um das Ball scharen. Dieses Bild wird auf das Projektmanagement übertragen. Bei Projektmanagament soll es vor allem um Dynamik, Flexibilität und regelmässige Meetings gehen. In diesen sollen die Projektmitarbeiter ihre Aufgaben abstimmen, um die Effizienz und die Effektivität zu steigern.

Ursprünglich war Scrum ein Vorgehensmodell bei der Entwicklung von Software. Die Methode und deren Werkzeuge wurden generell auf das Projektmanagement übertragen. Daraus entwickelte sich der Begriff “Agiles Projektmanagement” als Abgrenzung zum klassischen Projektmanagement. Mehr dazu erfährst du in der Box unten.

Ursprünglich war Scrum ein Vorgehensmodell bei der Entwicklung von Software. Die Methode und deren Werkzeuge wurden generell auf das Projektmanagement übertragen. Daraus entwickelte sich der Begriff “Agiles Projektmanagement” als Abgrenzung zum klassischen Projektmanagement. Mehr dazu erfährst du in der Box unten.

Wie läuft der Prozess ab?


Der Product Owner (Produktverantwortliche) hat eine Idee für ein neues Produkt und hält seine Ideen im Product Backlog fest. Zusammen mit dem Scrum Master und dem Team werden die einzelnen Sprints geplant: Dabei wird im Sprint Backlog festgehalten, was wie gemacht wird. Dann startet der erste Sprint, in dem es die täglichen Scrum Meetings gibt. Nach jedem Sprint gibt es ein Sprint-Review, in dem besprochen wird, ob das Produkt fertig ist oder ob es in den nächsten Sprint geht.  Auf der Grafik oben werden zudem rechts alle Rollen, Artefakte und Meetingformen beschrieben.

 

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Wie funktioniert Scrum?

Im Mittelpunkt von Scrum steht das Team von Developern, das sich selbst organisiert und ohne Projektleiter auskommt. Um dem Team eine störungsfreie Arbeit zu ermöglichen, gibt es den Scrum Master. Dieser sorgt dafür, dass der Prozess der Entwicklung nicht unterbrochen wird. Er ist sozusagen der Experte dieser Methode. Zudem stellt der Scrum Master auch die Schnittstelle zum Produktverantwortlichen dar. Diesem kommt die Aufgabe zu, Anforderungen zu definieren und diese zu priorisieren. In Scrum ist allerdings klar geregelt, wann der Produktverantwortliche neue oder geänderte Anforderungen beauftragen darf. So gibt Zyklen von 2 bis 4 Wochen (sog. Sprints), in denen die Entwicklung nicht gestört werden darf. Während eines laufenden Sprints wird deshalb der Produktverantwortliche seine Vorstellungen und Wünsche ins Product Backlog eintragen und so für die kommenden Sprints einplanen.

Agiles Projektmanagement


Agiles Projektmanagement beinhaltet unterschiedliche Methoden, die vor allem auf Flexibilität und Anpassung setzen. Statt umfangreicher und ausführlicher Planung am Anfang eines Projekts werden das adaptive Planen sowie die schnelle Abstimmung im Team unterstützt. Agiles Projektmanagement ist insbesondere in der Softwareentwicklung immer wichtiger geworden.

 

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Welche Vorteile hat Scrum?
Scrum ist relativ einfach zu lernen und lässt sich schnell, effizient und effektiv einsetzen. Somit kann Scrum oft einen ersten Schritt darstellen, um Entwicklungsprojekte agiler zu gestalten. Darüber hinaus gibt es bei Scrum genau definierte Rollen (Developerteam, Produktverantwortlicher und Scrum Master) und einen gut strukturierten aber dennoch flexiblen Prozess. Es besteht bei aller Klarheit trotzdem die Möglichkeit, Besonderheiten, Spezialitäten und Erfahrungen des eigenen Projekts einzubauen und sich so seinen eigenen, individuellen Scrum-Prozess zu erarbeiten

Eignet sich Scrum für dich?
Ob sich Scrum, sich für dich lohnt hängt von deinen Erwartungen und deiner Strategie ab: Eine Studie der Hochschule Koblenz sagt, dass 95% der befragten Unternehmen angab, dass die Einführung agiler Verfahren bei ihnen Ergebnisse und Effizienz verbessert hat. Das ist doch eine beachtliche Zahl! Ob sich Scrum auch für dich und dein Team eignet, finden wir beim gemeinsamen Workshop heraus. Meld dich bei uns!

 
 

 
 

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